1. Mai KULTUREN IM PARK

Liebe Freunde des Obersee-Orankesee-Parks, liebe Mitglieder,

Am 1. Mai möchten wir mit Euch „Kulturen im Park – Ein Fest für die Vielfalt.“ feiern – und ein Zeichen für ein friedliches und tolerantes Miteinander in Hohenschönhausen setzen. Der Eintritt ist frei. Beginn ist 14 Uhr am Wasserturm am Obersee in Alt-Hohenschönhausen.

Auf dem Programm am Wasserturm steht Livemusik der ukrainischen Jazzmusikerin Ganna Gryniva, Blues von Moe Jaksch und Musik und Tanz der Grupo Chile Berlin. Die Band Komponistenviertel spielt revolutionäre Rocksongs und der OrankeChor lädt ein, gemeinsam Friedenslieder zu singen. Der Schauspieler Reiner Heise liest aus „Die Erfindung einer Sprache“ von Wolfgang Kohlhaase. Den Auftakt des Festes macht um 14 Uhr die Historikerin Dr. Daniela Fuchs mit einem Vortrag zum Leben des jüdischen Arztes Dr. Victor Aronstein, der in Hohenschönhausen gelebt und gearbeitet hat.

Auf der Wiese am Obersee-Spielplatz verzaubert das Boardwalk Theater mit einem Spektakel aus Artistik, Comedy, Theater und Show groß und klein.

Wie Ihr den Menschen, die aus der Ukraine vor dem Krieg flüchten, helfen und wo Ihr spenden könnt, erfahrt Ihr hier 👉https://www.berlin.de/ukraine/helfen/

Wenn Ihr Fragen habt, meldet Euch bitte unter foo@obersee-orankesee.de.

Herzliche Grüße

Euer Team vom Förderverein

Bitte bringt gern Eure Picknickdecken, exzellente Laune und viele Sonnenstrahlen mit.

Programm (Änderungen vorbehalten)

Am Wasserturm, Waldowstraße 20

ab 13:45 Uhr Blues von Moe’s Rocking Pickup Truck

14 Uhr Vortrag der Historikerin Dr. Daniela Fuchs zum Leben des jüdischen Arztes Dr. Victor Aronstein aus Hohenschönhausen

14.45 Uhr Lesung mit Reiner Heise „Erfindung einer Sprache“ von Wolfgang Kohlhaase

15.45 Uhr Ganna Gryniva, Jazz & Folk

16.45 Uhr Grupo Chile – Tanz und Musik aus Chile

17.45 Uhr Friedenslieder singen mit dem OrankeChor

18:00 Uhr Komponistenviertel spielt revolutionäre Rocksongs

Auf der Wiese am Obersee-Spielplatz

14.30 und 16.30 Uhr

Show aus Artistik, Comedy und Theater vom Boardwalk Theater

Ende des Festes: 19 Uhr

Kontakt: foo@obersee-orankesee.de

Hintergrund

Bereits 2020 sollte das Fest stattfinden, aber durch die Corona-Pandemie konnten wir es damals nicht stattfinden lassen. Dennoch ist es uns gelungen, die 21. Hörstation unseres Hörrundgangs Hörenschönhausen gemeinsam mit Michael Grunst, Bürgermeister von Berlin-Lichtenberg, zu veröffentlichen. Vielen Dank an alle, die das möglich gemacht haben:

Am Sonntag, den 10. Mai, dem Jahrestag der Bücherverbrennung, hat der Förderverein Obersee & Orankesee e.V. gemeinsam mit dem Bezirksbürgermeister Michael Grunst die Hörstation zum Jüdischen Leben in Hohenschönhausen an die Bürgerinnen und Bürger übergeben.

Die Hörstation ist eingebettet in den Audiorundgang www.hörenschönhausen.de, der in bisher 20 Stationen Geschichte und Geschichten rund um Obersee und Orankesee vermittelt, und ist Teil des Projektes „Kulturen im Park“, das zu den Jahrestagen der Befreiung vom Faschismus und dem Gedenken an die Bücherverbrennung am 10. Mai geplant war.  Das Fest musste wegen der Corona-Pandemie leider verschoben werden. Die Hörstation wurde am Sonntag mit einer Gedenkminute am Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in der Konrad-Wolf-Straße eröffnet.

Der Förderverein Obersee & Orankesee e.V. setzt ein Zeichen für ein friedliches und tolerantes Miteinander in Hohenschönhausen. Am Wochenende des Gedenkens an den Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus am 8. Mai (der in Russland am 9. Mai gefeiert wird) und an die Bücherverbrennung am 10. Mai wollte der Verein ursprünglich mit Lesungen, Musik, Vorträgen und Essen aus dem Nahen Osten zeigen, wie wichtig der Dialog, die Erinnerung, der Respekt voreinander, der vorbehaltlose Umgang miteinander und die kulturelle Vielfalt sind.

“Es ist ein wichtiges und starkes Zeichen, das hier aus der Bürgerschaft kommt”, sagt Michael Grunst, der Bezirksbürgermeister von Lichtenberg. “Viele Orte und Namen in unserem Bezirk sind verbunden mit dem, was sich vor 75 Jahren ereignet hat: Über Lichtenberg erreichte die  Rote Armee das Stadtgebiet von Berlin, in Karlshorst wurde schließlich am 8. Mai die Kapitulation der Wehrmacht und des deutschen Reichs unterschrieben, die den grausamen Krieg zumindest in Europa beendete”, so Grunst weiter. “Und in Lichtenberg gab es vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten ein reges jüdisches Leben, gab es während des Krieges mutige Menschen, die Gefahren auf sich genommen haben, um jüdische Mitbürger zu verstecken. Aber es gab auch die vielen Deportationen, Erniedrigungen und Gewalt gegen Menschen – aufgrund ihres Glaubens, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Herkunft. Eine solche Entwürdigung von Menschen darf sich niemals wiederholen. Daher freuen wir uns als Bezirk so sehr, dass es Initiativen wie die des Fördervereins gibt, die das Erinnern an die Vergangenheit mit dem Feiern einer vielfältigen und toleranten Gegenwart verknüpfen.”

„Ich freue mich, dass jetzt, 75 Jahre nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus, der Verein dieses Zeichen setzt“, sagt Björn Döring, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins. „Wir wollen an das jüdische Leben und die Menschen jüdischen Glaubens in Hohenschönhausen erinnern, an den Tod vieler von ihnen in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern und an diejenigen, die sich mutig den Nazis widersetzten, um ihren jüdischen Nachbarn das Leben zu retten. Wir wollen erinnern und mahnen, damit sich das Grauen nie wiederholt. Wir wollen aber auch eine Brücke schlagen in das Hier und Jetzt und zeigen, was jüdisches Leben heute und wie das Mit-und Nebeneinander verschiedener Kulturen und Religionen in Hohenschönhausen gelingt. Ich würde mich freuen, wenn so viele Menschen wie möglich, gemeinsam mit uns ein Zeichen für die Vielfalt in Hohenschönhausen setzen würde. Herzlichen Dank an die Historikerin Bärbel Ruben für die Recherche, an Angelika Reichmuth für den Text, an Ingo Colbow für die Produktion des Hörtextes, an Elke Weihusen für die Website und an das Museum Lichtenberg für das Fotomaterial“, schließt Björn Döring.

Der FOO konnte für seine 21. Hörstation auf umfangreiches Material zurückgreifen, dass der leider bereits verstorbene Historiker Thomas Friedrich zusammen mit anderen Autorinnen und Autoren bereits in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts zusammengetragen hatte. Friedrich initiierte auch den Gedenkstein am Standort der ehemaligen Synagoge in der Konrad-Wolf-Straße und publizierte dazu mit Unterstützung des Fördervereins Schloß Hohenschönhausen e.V.

Hörenschönhausen

Der Förderverein Obersee & Orankesee e.V. hat Geschichten aus dem Gebiet rund um Obersee-und Orankesee zusammengetragen und mit der Hilfe von Experten daraus einen Hör-Rundgang mit 20 Stationen erstellt. Lichtenbergs Bürgermeister Michael Grunst und Björn Döring, Vorsitzender des Fördervereins Obersee & Orankesee e.V. haben den Rundgang im Dezember 2018 eröffnet. Das Projekt wurde aus dem Fonds zur Förderung zeitgeschichtlicher und erinnerungskultureller Projekte der Senatsverwaltung für Kultur und Europa des Landes Berlin gefördert.

Die Hörstationen erzählen von der Gründung des Parks, vom Bau des Strandbades, der Zeit der sowjetischen Besatzung, über das frühere Wohngebiet der Stasi, über die Träume nach der Wende und die Umgestaltung des Parks sowie die Sanierung der Seen. Neben historischen Texten informiert der Rundgang über die Kunstwerke im Park, mit überraschenden Informationen zu ihren Schöpfern und über die Prinzessin Oranka. Der historische Bogen spannt sich vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.

Hörenschönhausen ist so konzipiert, dass weitere neue Hörstationen hinzukommen können. Die Hörstation zum jüdischen Leben in Hohenschönhausen ist die 21. Station, initiiert und finanziert durch den Förderverein Obersee & Orankesee e.V.

Zur Hörstation gelangen Sie hier.

Hörenschönhausen

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Nikola John

Telefon +49 (178) 248 3355

E-Mail: nikola-john@obersee-orankesee.de.